InfoCalm After The Storm aka Wundenlecken 2.0

Wir Filmemacher stehen am Ende der Straße und müssen uns nun entscheiden...
28. Januar 201954

Calm After The Storm aka Wundenlecken 2.0

Es ist jetzt ein paar Tage her, dass auf „Amazon Video Direct“ unzählige Filme gelöscht wurden und immer noch gelöscht werden. Hier der Artikel dazu.

Nun, IndieNuts wäre nicht IndieNuts, wenn wir nicht dazu fähig wären dem Indie-Filmemacher zu helfen und deshalb wenden wir uns nun dem Problem zu mit dem aktuell 100% der Independent Filmemacher konfrontiert sind: VideoOnDemand.

DVD´s und Hardcopys lassen wir jetzt mal außen vor. Das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

Bevor wir zum allgemeinen Problem in Sachen VOD kommen, gehen wir noch mal auf die aktuelle AMAZON PRIME Debatte ein. Wie wir inzwischen aus sicherer Quelle herausgefunden haben (nein wir geben die Quelle nicht Preis, wir müssten sonst alle unsere Leser danach exekutieren und das wäre dämlich) hat Amazon allem Anschein nach einen Algorithmus programmiert, um Ihren VOD-Dienst von Filmen zu bereinigen die kontraproduktiv sind.

Versetzen wir uns kurz in AMAZON. Wir haben diese kleinen Garagen StartUps die wir jetzt aus Datenschutzgründen „NutFlux“ und „Ei-Tunes“ nennen. Diese Unternehmen stehen in direkter Konkurrenz zu Amazons „Prime“. Mit einem kleinen Unterschied. Beide Dienste lassen Content auf ihren Plattformen nur zu, wenn sie durch sogenannte „Aggregator“ eingereicht werden. Dabei ist Aggregator nur ein anderes Wort für „Verleiher“. Diese Aggregator entscheiden also darüber was Gut und was Schlecht ist. Also im Grunde wieder dasselbe System, wie wir es vom Kino und Verleihmarkt kennen. Andere entscheiden wieder einmal was, wie, wo erscheint.

Als Unternehmer kann ich das System der Verleiher, aber vollkommen nachvollziehen und auch ihr solltest das tun. Wirklich Leute, kein Verleiher mit zwei oder mehr Gehirnzellen nimmt einfach jeden Film an und steckt tausende von Euros in die Veröffentlichung dieses Titels mit dem Wissen das investierte Geld nie wieder zu sehen. Bitte seid als Filmemacher so ehrlich zu euch selbst. Scheiße bleibt Scheiße, egal ob ich sie auf eine DVD presse oder nicht. Und Verleiher sind am Ende auch nur wirtschaftlich denkende Unternehmen, sonst gäbe es sie de facto nicht.

So, nun kam es aber vor ein paar Jahren zu einer Revolution. Das Internet hat die Verleiher-Strukturen komplett auseinandergenommen und alle „Mauern“ eingerissen, die über Jahre aufgebaut wurden. Na OK, die Mauern stehen immer noch. Seinen Film ins Kino, TV oder auf den DVD Markt zu bringen ist immer noch gleich schwer. Aber ihn an den Endkunden zu bringen, das war jetzt endlich möglich. Und genau hier hatte Amazon eine geniale Idee.

Es öffnete sein VOD-Portal für alle Filmemacher und zahlte Anfangs auch echt faire Preise für die Views. Bin mir sogar ziemlich sicher, dass es wirtschaftlich ein Minusgeschäft war. Markt technisch jedoch GENIAL. Den dadurch zog Amazon alle Filmemacher und somit deren Kunden zu sich und wurde somit zum „Number One Player“ im VOD Bereich. Amazon freute sich und wir Filmemacher ebenso.

Bis diese Nasen bei „NutFlux“ auf die Idee kamen eigene Produktionen den Fremden vorzuziehen und diese auch nur auf der eigenen Plattform anzubieten. Und siehe da, plötzlich verschoben sich die Kräfte wieder. Amazon zog natürlich nach und kreierte auch seine eigenen Projekte, bekannt unter dem Titel „Amazon Originals“. Aber dennoch weit weniger erfolgreich wie seine Konkurrenz. Woran lag das? Nun, die schlauen Köpfe bei Amazon haben es rausgefunden. – ZU VIEL MÜLL – im Content. Ihr kennt es selbst, ihr schaut euch einen Film an, dieser Film hat gewisse Tags und anhand eures digitalen Filmgeschmack-Fingerabdruckes bietet euch der Algorithmus des VOD-Systems ähnliche Filme an. Genial.

Kennen wir ja auch vom AMAZON Versandgeschäft. Einmal nach Windeln fürs eigene Kind gesucht, poppt zwei Minuten später die erste Werbung für Inkontinenz Medikamente in unseren Fenstern auf. Aber jetzt Schlug die Idee von Amazon, jeden auf seine Plattform zu lassen, zurück, denn ein Algorithmus weiß zwar, dass dieser und jener Film Zombies und Drama enthält, er weiß aber nicht, ob es Brad Pitt ist der da Zombies meuchelt oder Hans Unterholzer (von Beruf Betriebswirt). Und jetzt kriegt der unwissende Kunde plötzlich Filme vorgeschlagen die sich beim Anklicken als kompletter Müll entpuppen. Ja, wir hier bei IndieNuts lieben solche Filme. Aber die Masse tut das im seltensten Fall. Amazon braucht aber genau das… die MASSE.

Jetzt denkt ihr euch sicher, meine Güte, dann schreibt halt ein Script, dass Filme auch nach Stars usw. durchforstet und schlagt den Schafen… ich meine Kunden, dann halt nur diese Filme vor. Im Grunde keine Dumme Idee, wurde auch gemacht. Die Viewzahlen unserer Indiefilme sanken dabei ins Bodenlose. Ist keine drei Monate her. Und das hätten wir noch verkraftet, wären da nicht die Betriebswirte, also nicht Hans der Zombieschlächter, sondern die bei Amazon. Und die haben berechtigte Einwürfe, wenn sie vorrechnen, dass diese Filme die nun kaum jemand sieht, auf den Servern Unmengen an Ressourcen und damit Geld kosten. Und spätestens jetzt dürfte jeder von euch verstanden haben, warum Amazon tut was es tut. Es tut mir leid, am Ende ist Amazon ein wirtschaftlich denkendes unternehmen. Wer kann es ihnen übelnehmen.

So. Nachdem wir unsere Fackeln gelöscht haben und die Mistgabeln wieder an ihren Plätzen hängen, wenden wir uns, den meiner Meinung nach, aktuellen drei Möglichkeiten zu die bleiben:

1.) Der Schlachthof:

Amazon, Netflix, iTunes und dutzende andere sind immer noch da. Dort zu versuchen seinen Film zu veröffentlichen ist schwerer geworden ja, aber nicht unmöglich. Ihr habt einen guten Film und geht den Weg über einen Verleiher oder Aggregator, dann kommt ihr ebenso dorthin wie vorher.

Klar, der Gewinn halbiert sich und ihr verliert unter Umständen große Teile der Rechte an euren eigenen Filmen, aber das ist ja nichts neues.

2.) Der Einsiedler:

Ihr macht einen YouTube Kanal, einen Vimeo Account oder bei technischen Kenntnissen eine eigene Website und veröffentlicht euren Film dort. Damit seid ihr sofort beim Endkunden, müsst euch von niemanden sagen lassen, wie schlecht oder gut euer Content ist und könnt hysterisch lachend zusehen wie eure Viewzahlen wöchentlich um zwei oder drei Klicks steigen. Klingt etwas dramatisch, aber wenn ihr nicht über ein fünfstelliges Budget verfügt um eure Filme zu bewerben oder gerade eine Million Budget über eine Crowdfunding Aktion eingesammelt habt, wird niemand diese Filme finden, sehen oder im besten Falle dafür bezahlen. Aber, es geht und die Möglichkeit steht allen offen. Und ja, einige wenige haben es genau so geschafft. Vielleicht seid ja Ihr die nächsten die es schaffen.

3.) Das Imperium schlägt zurück:

Wir als Filmemacher gruppieren uns und kombinieren unsere Fähigkeiten und unseren Content und präsentieren gemeinsam unsere Filme und Werke auf wenigen großen Indie-Plattformen und erreichen dadurch das was alleine niemals möglich wäre. Durch den Zusammenschluss aller ist es einfacher seinen eigenen Content zu verbreiten und so einer größeren Zuseherschaft zur Verfügung zu stellen. Mit anderen Worten, wir müssen es schaffen dem Kunden eine Möglichkeit zu bieten sein gewünschtes Material kompensiert auf einer Plattform zu finden und zu konsumieren ohne sich gezielt durch das Web suchen zu müssen.

…das sind die aktuellen Optionen im VOD Bereich.

Wie geht es jetzt weiter? Was tun wir? Warum liegt da Stroh?

Nun, wir bei IndieNuts sind natürlich komplett auf Lösung Nr. 3 eingeschossen. Schließlich sind wir genau das. Eine Plattform für Independent Filmemacher. Und auch aus diesem Grund haben wir IndieNuts gegründet. Ein weiterer Vorteil und meiner Meinung nach der beste dieser Lösung ist: Konsument „A“ der Film „B“ auf Plattform „C“ findet ist überglücklich, dass er dort plötzlich Filme findet die er so niemals gefunden hätte. Wie auch!!! Somit wirbt ein Independent Film für den Anderen und umgekehrt. Alle gemeinsam erreichen eine Masse die man alleine niemals schaffen kann. Und Filme die gesehen werden, kommt schon, sind die geilsten Filme. Die bereichern das Leben des Filmemachers und entwickeln ihn weiter, um neue großartige Projekte zu starten.

Es ist eine logische Lösung ein eigenes IndieFilm Universum zu erschaffen, dem es egal ist wie sich da draußen die großen schwarzen Löcher gegenseitig auslöschen in dem sie immer größer und gieriger werden. Zudem dankt einem der Kunde dies mit Sicherheit.

Wir haben IndieNuts gegründet, da wir als Filmemacher und Produzenten bemerkt haben das sich die VOD Landschaft wandelt. Wir sind selbst ein wenig überrascht, wie schnell es jetzt am Ende passierte und ja, kreuzigt mich, das ist jetzt ´ne billige Nummer. Erzähle euch hier davon wie scheiße alles ist und dann knall ich euch als Lösung eine Werbung für unsere eigene IndieNuts Plattform hin.

Keine Angst, wer von euch Filmemachern denkt, dass die Typen von IndieNuts gewaltig einen an der Nuss haben, das ist OK. Es gibt auch für euch einen Platz da draußen. Aktuell entstehen dutzende dieser Plattformen und wenn euch diese oder jene nicht gefallen, geht Weg Nr. 1 oder 2. Egal, es spielt letzten Endes keine Rolle. Lasst euch nicht aufhalten auf eurem Weg. Wer unter euch jedoch ein wenig Interesse an Weg Nr. 3 gefunden hat: Meldet euch.

Ja, wir von IndieNuts sprechen jetzt als Filmemacher und Produzent genau euch, unsere Kollegen und Mitstreiter an. Kommt zu uns und präsentiert euren Content gemeinsam auf unserer Plattform. Vereinigt unsere Follower mit euren Followern und gewinnt damit gemeinsam mit allen Kollegen zusammen. IndieNuts bietet aktuell neben der VOD Plattform auch Platz für eure eigene Präsentation. Kommt in Kontakt mit anderen Filmemachern und euren Zusehern. Gemeinsam können wir geniale neue Wege im Independent Bereich gehen und die alten ausgetretenen Pfade endlich verlassen.

Berühmte letzte Worte:

Freunde, wir Filmemacher stehen am Ende der Straße und müssen uns nun entscheiden. Gehen wir links oder gehen wir rechts, nehmen wir die blaue oder nehmen wir die rote Pille. Wir haben immer noch großartige Möglichkeiten als Indie-Filmemacher die Filmlandschaft zu formen und zu verändern. Die Frage die sich jeder nun selbst stellen muss ist, geht er den Weg alleine oder gemeinsam mit anderen.

Matthias Olof Eich

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Patrick

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