MusikReviewExklusiver EP Review: Rival Karma – A.Y.N.

10. Mai 2019113
Rival Karma
A.Y.N.
Martin William Ross
Gesang, Gitarre
Piergiorgio Ciarla
Schlagzeug, Gesang
Genre
Ninja Rock

EP Release Rival Karma - A.Y.N.

Review

Go“ heisst die erste Single-Auskopplung der Debut-EP „A.Y.N“ von „Rival Karma“.

A.Y.N. steht für „Are You Ninja“. Treffender konnte der Titel nicht gewählt sein für die „Väter des Ninja Rocks“, einem Stilmix im Rock´n Roll, der angesiedelt irgendwo zwischen Stonerrock, Blues und Grunge. Die EP umfasst insgesamt vier aufwendig produzierte Tracks, welche allesamt von Martin William Ross (Gesang, Gitarre) und Piergiorgio Ciarla aka PJ (Schlagzeug, Gesang) eingespielt und produziert wurden. Das sehr akzentuierte präzise Spiel von Gitarre und Drums, sowie die klangvolle Stimme mit hohem Widererkennungswert, harmonieren über alle Lieder hinweg sehr gut. Diese hochwertig produzierte Platte vereint in sich die unterschiedlichsten Stimmungen.

Bei„Go“, dem ersten Track bekommt man direkt das Gefühl, dieser Track wurde für Festivals geschrieben. Er eignet sich nicht nur als EP Opener perfekt, sondern auch für jede Live-Bühne. Er zieht einen sofort in seinen rhythmischen Bann und man ertappt sich, wie nicht nur der Fuß anfängt, im Takt zu wippen, sondern der ganze Körper sich selbst in Richtung einer Tanzfläche manövrieren will, um dort die angerosteten Dancemoves zum Besten zu geben. „Go“ liefert auch direkt eine kleine Hommage an ihrer prägenden Zeit in Frankreich. Eine weibliche Computerstimme zählt auf französisch das Lied ein – eine schöne Interpretation der klassischen Taktvorgabe. Go ist gespickt mit vielen kleinen, aber sehr gezielt eingesetzten Soundfragmenten. So hört man hier nicht nur harmonisch eingestellte Gitarreneffekte wie Flanger, Chorus und Reverb, die einen fast synthetischen Gitarren-Crunch unterstützen, auch das Spiel mit Hall und EQ passen hervorragend auf die Vocals und runden damit den Soundteppich ab. Die kurzweiligen 3:17 min werden mit der anfangs etablierten Computerstimme abgerundet, die uns mit À bientôt (Bis Bald!) verabschiedet, bevor es ohne lange Pause in den nächsten Track übergeht.

Zum Songnamen passend eröffnet „Apocalypse Boogie“ düsterer. Wind fegt durch das Land, ein Zippo®-Klick und ein kurzer Zug an der Kippe leiten epochal diesen 3:28 min Ausflug, der uns manchmal an die großartige Kombo Muse erinnert, ein. Mit diesem Song stehen sie der großen Band an musikalischer Raffinesse in Nichts nach. Treibender Beat, freche stimmliche Akzente, hier und da ein paar unterstützende Soundeffekte und Gitarrenriffs, die durch das Lied tragen und mit schrillen Slides immer wieder für künstlerische Akzente sorgen. 

Mit „Chemical Courage“ fühlt man sich sofort in eine dieser typisch amerikanischen Filmbars versetzt. Der Song passt unheimlich gut zu einer Kamerafahrt vorbei an dunklen Gestalten die Billard spielen, einem grimmig dreinblickenden bärtigen Rocker, der seinen Drink an der Bar schlürft, umnebelt von dichtem Qualm und ein paar Typen die sich an die tätowierten heißen Bräute ran machen. Und im Hintergrund, erhöht auf der Bühne: „Rival Karma“ die diesen Song performen. Passt wie Faust auf Auge! Blues und Southern Rock Elemente gepaart mit dreckigem Gitarrensound und angezerrter Stimme lassen den Song sehr stimmungsvoll wirken und steigert sich mit jedem neuen Abschnitt. Von langgezogenen Einzeltönen bis hin zum Grande Finale, welches aus einem Klangfeuerwerk aus mehreren Gitarrenspuren und Drums besteht.

Song No 4: „Wasting time“ könnte man als die gute Laune Nummer der Platte bezeichnen, die mit Clap-Elementen, einer klaren Stimme und einer etwas dezenterer Gitarre in der ersten Strophe durch die gut 4 min führt. Ausgestattet mit einem progressiven Zwischenpart und einem Break, der besser nicht platziert sein könnte, endet dieser Song der EP würdig – fulminant.

„Is this the End of the world or is this just the beginning? “, fragt Martin in „Apocalypse Boogie“. Für uns ganz klar zu beantworten: The Beginning!!
Wenn diese Platte nicht einschlägt wie eine Handgranate, fressen wir Drummsticks! Von uns gibts hier satte 5 von 5 „Handgranuts“ und sind mächtig stolz darauf, als eine der ersten Plattformen über dieses kleine Meisterwerk schreiben zu dürfen. Wo und wann ihr die Band in Deutschland sehen könnt, steht zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest, aber wir wissen aus sicher Quelle: Ihr werdet es hier auf IndieNuts sofort erfahren, denn wir sind Fans erster Stunde 🙂

1 Handgranut2 Handgranuts3 Handgranuts4 Handgranuts5 Handgranuts Ø: 4,83



Patrick

We are Indie... and we are Nuts!

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