Vorgestellter KünstlerKünstler – Sabrina & Sascha

Da wir sehr viel gemeinsam unternehmen, werden wir tatsächlich oft darauf angesprochen und als „dynamisches Duo“ bezeichnet...
7. Juli 2019344

Interview

Sabrina & Sascha. Wenn man euch beiden im Web so folgt, habt ihr ein klein wenig was von einem dynamischen Duo. Batman & Robin, Sherlock & Watson und dann Sabrina & Sascha. Scheint das nur so oder spielt ihr euch tatsächlich die kreativen Bälle gegenseitig zu?

Sascha: Da wir sehr viel gemeinsam unternehmen, werden wir tatsächlich oft darauf angesprochen und als „dynamisches Duo“ bezeichnet. Das gefällt uns natürlich sehr. In gemeinsamen Projekten sind wir natürlich stets gleichberechtigt, entwickeln Ideen gemeinsam und spielen uns auch die kreativen Bälle gegenseitig zu, ja.

Wir fangen ritterlich wie wir sind mit der Dame an: Sabrina! Schauspielerin, Model, Autorin und Produzentin, das sind dicke Brocken. Erzähl uns ein wenig über dich und deinen Weg in die Welt des Showbiz?

Sabrina: Ich habe bereits seit meiner Jugend schon für diverse Fernsehformate vor der Kamera gestanden. Den Durchbruch allerdings hatte ich als ich von einer Visagistin (Maria Albanidis) für ein Musikvideo (Baby Brown) angesprochen wurde. Ab da stand ich für diverse Künstler vor der Kamera. Dann fing das Modeln an und von da an ging der Weg über Adriano Ingrao´s Horrorfilmdarsteller.de im Independent Film Bereich weiter, bis hin zu unserem gemeinsamen Projekt “Hour of the witch“ und es sind noch weitere Projekte geplant. Aktuell schreiben wir an einem Drehbuch für einen Endzeitfilm.

Nun zu dir, Sascha, Regisseur, Fotograf, Autor. War das bei dir ähnlich?

Sascha: Meine Leidenschaft zum Film wurde, wie bei vielen Anderen sicher auch, bereits im Kindesalter geweckt. Ins Besondere hatte es mir der fantastische Film und seine zahllosen Monster angetan. Bereits im Grundschulalter zeichnete ich Comics und erdachte mir Kurzgeschichten. Schon damals stand für mich fest, dass mein Name irgendwann mal in irgendeiner Form in den Credits eines Filmes zu lesen sein sollte 🙂 Zum Film bin ich schließlich buchstäblich gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Begonnen hat alles mit Fotografie und Bildbearbeitung. Irgendwann wurde ich dann mal von Olaf Ittenbach eingeladen, Setfotos für einen Nachdreh seines Films „Savage Love“ zu schießen. Dort durfte ich direkt auch eine kleine Komparsenrolle übernehmen und habe im Anschluss noch Portraits von ihm und seiner damaligen Frau geschossen. Diese haben ihm so gut gefallen, dass ich gleich mehrere Artworks und Setfotos seiner Projekte betreuen durfte. Und dank des Social Media sind bald auch andere Filmschaffende auf mich aufmerksam geworden (u. A. Marcel Walz, Timo Rose) für die ich Artworks erstellt habe, in Komparsenrollen aufgetreten bin und Setfotografie übernommen habe (u. A. Seed 2, Blood Feast) und so kam dann eins zum Anderen.

Bei der Recherche bin ich über ItWaitsArt.de gestolpert. Was hat es damit auf sich?

Sascha: ItWaitsArt.de ist die Homepage zu meiner Fotografie und Bildbearbeitung. Zugegebenermaßen ist diese aber schon seit Jahren nicht mehr aktuell und bedarf dringend mal einer Sanierung. Vieler meiner aktuelleren Arbeiten sind aber auch auf Instagram (Sascha S. Goldbach) oder bei Facebook (ItWaitsArt) zu sehen. Darunter auch diverse von mir gestaltete DVD Cover und Promodesigns für Bands und Filme.

Lasst uns übers Filmemachen sprechen. Euer aktuelles Filmprojekt „Hour of the Witch“ hatte ja sein Debüt auf dem DEAD ENDS Award 2018. Worum geht es in dem Film?

Sascha/Sabrina: „Hour of the witch“ basiert auf einer Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft (Dreams in a witch house) und wurde von uns als Pilot einer Miniserie erdacht, die sich rund um das Lovecraftvermächtnis drehen sollte. In dieser Episode geht es um eine junge Studentin, die aus Mangel an Alternativen eine Bruchbude beziehen muss und dort von einer Hexe heimgesucht wird, die versucht unsere Protagonistin in den Wahnsinn zu treiben. Stets zur Hexenstunde wird Ophelia von der alten Keziah und ihrem Vorboten, dem Brown Jenkin in ihren Träumen heimgesucht.

Das Drehbuch zum Film stammt von euch beiden. Wie teilt ihr euch die Arbeit, bzw. wie geht ihr gemeinsam an so einen Stoff heran?

Sascha/Sabrina: Zunächst mal habe ich mir natürlich die Originalgeschichte wieder und wieder durchgelesen und überlegt, wie man diese Geschichte mit kleinem Budget und mit „sauerländischem Lokalkolorit“ schmücken und verwirklichen kann. Daraufhin wurde eine Synopsis ersonnen. Diese haben wir dann zur Grundlage für unsere Ideen genommen, die wir erst mal alle in einen Topf geworfen haben. Jeder von uns schrieb dann einzelne Szenen, die ihm zum Thema in den Sinn gekommen sind und im Feintuning patchworked´ten wir dann die für uns besten Ideen zu einer Rahmenhandlung rund um die Charaktere der Geschichte.

Welche Departements deckt ihr zusätzlich ab? Kamera, Licht und Schnitt? Mit anderen Worten: Wie sieht es auf einem normalen Batman & Robin… ich meinte Sabrina & Sascha Filmset aus?

Sascha/Sabrina: Für unseren ersten Film waren wir tatsächlich sehr gut organisiert. So wurde es uns zumindest während und auch nach den Dreharbeiten zugetragen. Sabrina hat sich während des Drehs natürlich ganz auf ihre Rolle als Ophelia konzentriert und ich habe neben der Regie dann lediglich noch den Fahrer übernommen. Den Ton haben die Jungs von RREC sowie Annika Kappenhagen übernommen, die Kamera und Regieassistenz der Olaf Kuzniar. Für das Lichtdepartment hatten wir den Adriano Ingrao vor Ort und die Effekte lieferte uns der Philipp Rathgeber. Den Schnitt und das Grading hat Kai E. Bogatzki für uns übernommen.

Wie geht es jetzt weiter mit Hotw (Hour of the witch)?

Sascha/Sabrina: Obwohl wir schon ein 1. Testscreening auf dem Dead Ends Award durchlaufen haben, stehen jetzt im Frühjar noch einige Nachdrehs und etwas Postproduction an. Ferner arbeiten wir auch mit dem Frontman der Band „Hellgreaser“ an einem Soundtrack. Wenn der Film dann fertig ist, versuchen wir natürlich Gelder zu akquirieren, um weitere Kurzgeschichten für eine Serie zu produzieren. Sollte es mit der Serie nichts werden, arbeiten wir wohl auf eine Lovecraft Anthologie mit mindestens 2 weiteren Kurzfilmen hin. So oder so werden wir den fertigen „Hour of the witch“ auf diversen Kurzfilmfestivals einreichen und sehen, wie er ankommt.

Soweit mir bekannt, warst du Sascha ja beim Film „Scars of Xavier“ Produzent. Was genau war dein Part und hast du ein paar skandalöse oder amüsante Einblicke für unsere Leser zu diesem fantastischen Independent Film?

Sascha: Zu „Scars of Xavier“ bin ich gestossen, als die Vorproduktion bereits abgeschlossen war. Ursprünglich wollte ich mit Kai (Bogatzki) einen Geisterfilm produzieren aber da der Hauptdarsteller dafür zu der Zeit für einen Netflix Film geblockt war und der Hauptgeldgeber für „Scars“ abgesprungen war, haben wir das Budget dann für „Scars of Xavier“ aufgewendet. Ich habe also die in großen Teilen die Finanzierung übernommen, ein paar Locations und Nebendarsteller organisiert, sowie die „Discoszene“ so gut es ging mit Komparsen gefüllt. Zusätzlich konnte ich mich auch kreativ in die Promotion des Filmes einbringen, indem ich extra Shootings z. B. für einen Kalender gemacht habe, Setfotografie usw.

Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist: Fast hätte es diesen Film nie gegeben, da unser Kameramann nach einem viertägigen Dreh in Prag die Kamera und somit alles Rohmaterial in unserer Ferienwohnung vergessen hatte. Aufgefallen ist uns das erst, als wir schon wieder in Deutschland waren. Eine echte Schocksekunde. Gott sei Dank, wurde die Tasche in Gewahrsam genommen und wir konnten sie uns dann am selben Tag noch abholen. Kai ist dann nochmal nach Prag gefahren, da wir einen Tag später die Kamera auch für einen weiteren geplanten Dreh benötigten für den wir schon Locations angemietet hatten.

Wie sieht eure geplante Zukunft aus?

Sascha/Sabrina: Neben den Nachdrehs für „Hour of the Witch“, stehen wir Ostern bereits zum 3. Mal gemeinsam vor der Kamera. Dann folgt die Premiere von „Stories of the Dead“ (Thomas Pill) in Augsburg, bei der wir neben Ralf Richter und Eva Habermann auch eine Gastrolle als Paar übernehmen durften. Wir werden auch auf dem diesjährigen Weekend of Hell in Dortmund anzutreffen sein.

Sabrina: Ich werde dort zusammen mit meiner Resident Evil Cosplaygruppe „Umbrella German Hive Corporation“ als Claire Redfield vor Ort sein. Ferner besetze ich in der Netflix Serien Produktion „Die Welle“ eine Nebenrolle, für die auch noch Drehtage anstehen.

Also auch noch in der Cosplayszene aktiv. Irre. Man merkt, aber das sich der Kreis langsam schließt und das Ihr am Ende einfach nur ein gewaltiges Potenzial an Kreativität ausschöpft. Ich bin begeistert und zugleich gespannt was noch alles von Euch beiden zu erwarten ist. Vielen herzlichen Dank Sabrina und Sascha für Eure Zeit und das Interview.

Trailer

1 Handgranut2 Handgranuts3 Handgranuts4 Handgranuts5 Handgranuts Ø: 4,75



Galerie
61929492_443708403090531_2211465393556422656_n
62005372_2215283048549136_2325796722896273408_n
62036458_1064284500432681_9117310821662195712_n
62053372_491701494900974_6904185414655934464_n
62208626_1638044862995356_421653603921428480_n

Matt

We are Indie... and we are Nuts!

Related Posts

Künstler – Sabrina …

Gespeicherte Produkte
Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb!
Zwischensumme
 0,00
Gesamtsumme
 0,00
Weiter einkaufen
0
Wunschliste 0
Wunschliste öffnen Weiter shoppen!