AnkündigungInterviewMusikKultstatus – Kein Weg zurück

Im Gespräch mit Regisseur Gero Samrey zum angekündigten Musikvideo "Kein Weg zurück" von Kultstatus
15. März 2019236

Geile News zu KULTSTATUS. Die 2012 gegründete Band um Tommy Bluhm (Vocals), Mattis Vogt (Leadgitarre), Martin May (Schlagzeug) und Arend Kuhls (Bassgitarre) hat schon einiges abgeliefert und haut jetzt mit “Kein Weg zurück” ein geniales Stück Deutschrock aus den Tasten und released das neue Musikvideo am Samstag den 16.03.2019 um 19 Uhr auf: www.kultstatusband.de

Um IndieNuts gerecht zu werden, haben wir Gero Samrey, der Zuständig war für die Realisierung des Musikvideos zu “Kein Weg Zurück”, gebeten uns ein wenig zum Dreh zu erzählen.

Interview

Servus Gero, du scheinst ja einen ziemlich fetten Output an Musikvideos an den Tag zu legen. Respekt. Wie kam es zum aktuellen Video?

GS – Ziemlich einfach, die Band kam mit dem Vorhaben auf mich zu, ein unkompliziertes Video zu dem Song „Kein Weg zurück“ zu drehen. BAMM

Ich verstehe, unkompliziert. Das Wort lieben wir bei IndieNuts. Aber am Ende wird es entweder kompliziert oder teuer. Im schlimmsten Fall beides.

GS – Oh ja, ich habe Ihnen dann das Angebot gemacht eine kleine Geschichte zu entwerfen, um eine bessere Kontrolle zu haben. Es wurden 3 verschiedene Ideen verfasst. Die erste war dem jetzigen Video sehr ähnlich nur dass eben eine brennende Scheune im Fokus stand. Diese Shots umzusetzen war uns dann aber doch ein bisschen zu viel. Vor allem hat das Budget nicht ausgereicht, um auch noch die CGI Effekte abzudecken.

Warum nicht direkt eine Scheune Abfackeln? Das wäre doch der Spirit von Rock´n Roll und IndieNuts! Aber ja, es ist manchmal frustrierend, wenn man diese Bilder im Kopf hat und irgendwie doch genau weiß das man sie niemals umsetzen kann.

GS – Ja manchmal ist das sehr ernüchternd. Also auf ein Neues und in der zweiten Idee ging es mehr um den „Engel“. In meinem Kopf hatte ich mir einen gefallenen Engel in weiblicher Form vorgestellt, der vor einer schwer bewaffneten Organisation flüchtet. Ein Mädel mit abgerissenen Flügeln und telekinetischen Fähigkeiten. Irgendwo zwischen „Species“ und „Carry“. Als ich diese Idee der Band präsentierte, blickte ich in lachende Gesichter. „Das fällt dir ein, wenn du den Song hörst?“ – Idee verworfen. Das war einfach too much.

Kann ich verstehen, aber andererseits ist doch genau das die Herausforderung. Bilder von A nach B abzuspulen die genau das abdecken was gerade gesungen wird, hat was ziemlich Langweiliges finde ich und gehört eigentlich in die Schublade: „Erklärbär“. Ich hoffe du konntest dich durchsetzen.

GS – Im Groben ja. Ich hab es einfach alles vermischt und die dritte Idee gibt es nun als Video:

„Thomas“ erstickt quasi am Verlust seiner Freundin und steigert sich immer mehr in diese Geschichte hinein. Er bildet sich ein, einem maskierten Entführer auf den Fersen zu sein. Erst sein Schutzengel kann ihn davon überzeugen, dass er auf der falschen Fährte ist und doch bitte nach vorne blicken soll. Live goes on.

Grenze. Es passt zum Song aber trotzdem sind die Bilder sehr düster da es doch eigentlich ein Liebessong sein soll. Aber letztendlich haben wir die Kurve gekriegt wie ich finde.

Das finde ich auch. Mir gefallen vor allem die Kamerafahrten und das in allen möglichen Achsen. Genial und sehr mobil gelöst. Hattet ihr einen entspannten Dreh?

GS – Der Dreh war unkompliziert. Wir haben mit 2 Kameras gleichzeitig gedreht (Sony A7 III). Alle Szenen vor und in der Scheune wurden chronologisch gefilmt und haben uns einen Tag gekostet.

Wie habt Ihr diese Engelsszenen umgesetzt?

GS – Die Szenen im „Jenseits“. Also die Szenen in denen der Engel „Lisa“ mit einer Kerze in der Hand durch eine surreale Welt stapft, all diese Szenen wurden in Munster bei einem Bekannten gedreht. Irgendwelche Vollidioten haben seine Scheune angezündet. 2 Oldtimer wurden verbrannt. Das habe ich dann erst mal als Kulisse verwendet. Wenn ich es mir recht überlege, klingt das gerade, als hätte ich dort versucht meine erste Idee umzusetzen. Ich war es aber wirklich nicht. Hahaha

Ha! Da hat also ein anderer meine Idee geklaut und zündet dann ne Scheune an ohne Kameras laufen zu lassenVollidioten ist da wohl noch untertrieben. Tut mir tierisch leid für die Oldtimer und deinen Bekannten, auch wenn es am Ende zu deinem optischen Vorteil war.

GS – Ja das Leben ist manchmal bitter.

Hast du den wieder auf dein bekanntes Team zurückgegriffen oder waren da neue Teammitglieder am Start?

GS – Nein, da bleib ich bei meinen üblichen Verdächtigen. Somit war aus das halbe -Feed The Reapers- Team wieder an Board. Robert Gryczke für kreative Beratung. Daniel Tornow als obligatorischer Kameramann der ebenso für das Color Grading und CGi verantwortlich war. Zweiter Kameramann an dem Wochenende war der Kollege Roland Meets. Und auch meine Freundin Susanne Treichel war wieder dabei und kümmerte sich um das Set Design in der Scheune.

Genial. So soll es sein. Da weiß man was man hat und kann böse Überraschungen vermeiden. Trotzdem, du weißt ich liebe das Chaos und brennende Scheunen. Irgendwas muss euch passiert sein. Gestehe!

GS – Nein, wir hatten einfach viel Spaß beim Dreh, werde auch sicher noch ein kleines Video mit Outtakes schneiden – da sind echt großartige Bloopers dabei.

Probleme am Set gab es kaum. Besonders der „Engelshot“ an der Scheunentür ist sehr schön geworden. Das war beleuchtungstechnisch ein wenig tricky. Später hat es mir keine Ruhe gelassen und ich habe die ganze Zeit gedacht: „An welche Filmszene erinnert mich dieser Shot?“ Und dann machte es Klick. „The Exorcist“. Ziemlich am Ende, wenn Regan entfesselt auf dem Bett sitzt, ihre Hand nach oben greift, Licht von hinten inklusive Dämonenfratze im Background. Ich glaube dieser Shot war nur im Director’s Cut zu sehen. Egal, eine mehr oder weniger absichtliche Hommage an einen meiner Lieblingsfilme.

Ebenfalls positiv überrascht hat mich die Leistung von Tommy. Als Frontmann bzw. Sänger hat man natürlich schauspielerisches Potenzial im Blut aber direkt vor der Kamera ist das dann doch eine andere Geschichte. Abgekauft habe ich ihm alles. Auch Arend (Bass) und Michelle sind keine Schauspieler. Alle haben aber ihren Part super mit Leben gefüllt.

Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht mit den Jungs und Mädels zu arbeiten und auf das Ergebnis bin ich stolz.

Das darfst du auch. Das Video ist eine klasse Arbeit und die Jungs von Kultstatus sehen das bestimmt ebenso wie alle Fans da draußen. Nur ich persönlich hoffe dass, wenn wir uns wiedersehen, du ein wenig mehr Skandale und Set-Gossip mitbringst, ich muss hier eine Community am Laufen halten, man. Das geht so nicht!

GS – Sorry.

Dieses Mal kommst du noch davon. Aber trotzdem genial das du dir Zeit genommen hast und wir freuen uns schon auf kommende Projekte. Jetzt genießen wir aber erst mal alle das neueste KULTSTATUS Video zu „Kein Weg Zurück.

GS – So muss es sein und danke für die Möglichkeit von Indienuts unterstützt zu werden.

1 Handgranut2 Handgranuts3 Handgranuts4 Handgranuts5 Handgranuts Ø: 4,60



Matt

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Kultstatus – Kein Weg zu…

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